sds-newsline.de OnlineZeitung

Schulze-Delitzsch-Schule Wiesbaden

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Die neue Herausforderung im Netz: Über unsichtbare Kiste springen

Regelmäßig geht eine neue Welle durch das Internet,
bei der viele Menschen etwas nachmachen oder bei Experimenten
mitwirken. Bei solchen Herausforderungen – Challenges genannt –
musste man sich schon einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf
schütten oder minutenlang im Unterarmstütz aushalten. Beim neuesten
Trend geht es um Geschicklichkeit. Die Herausforderung lautet: Ein
Bein auf eine unsichtbare Kiste stellen, das andere Bein nachziehen –
und herüberspringen. Der Sprung durch die Luft erfordert eine Menge
Körperbeherrschung. Manche haben mehr davon, manche eher weniger, wie
die vielen unter dem Hashtag «#InvisibleBoxChallenge» geposteten
Videos in den sozialen Medien zeigen. Eine Cheerleaderin aus den USA
turnte diese neue Challenge in Perfektion. Ihr Videoclip ging auf
Twitter besonders viral und sammelte hunderttausende Likes.

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Syrien-Hilfe im siebten Kriegswinter: Angst als ständiger Begleiter

Seit seinem ersten Besuch in einem Flüchtlingslager
für Syrer hört Christian Schneider, Geschäftsführer von
Unicef-Deutschland, die furchtbaren Augenzeugenberichte der
Überlebenden von Folter und Krieg. Trotzdem trifft ihn die Realität
bei seinem ersten Besuch in den ehemals von Rebellen kontrollierten
Gebieten der Großstädte Homs und Aleppo mit voller Wucht.

«Kilometerlang nur Zerstörung. Ruinen, in denen traumatisierte
Menschen versuchen, sich notdürftig etwas herzurichten», sagt
Schneider. Gleichzeitig finde in den Stadtvierteln, die dauerhaft von
den Truppen von Präsident Baschar al-Assad und seinen Verbündeten
kontrolliert waren, «ein im Wesentlichen ziviles Leben statt, mit
Einkaufsszenen, wie in jeder normalen Großstadt, dieser Kontrast ist
bizarr, eigentlich kaum auszuhalten».

Schneiders erster Besuch bei den Projekten des UN-Kinderhilfswerks in
Aleppo liegt nun schon fast einen Monat zurück. Der Reisebericht, den
die Organisation auch nutzen will, um weitere Spender zu gewinnen,
ist fertig geschrieben. Doch die Erlebnisse gehen Schneider und
seiner Kollegin, die aus Köln mitgereist war, noch nicht aus dem
Kopf.

Der Geschäftsführer sagt, er habe schon viele Konfliktregionen
bereist, doch Syrien, das sei besonders schwer auszuhalten. Er
erzählt von einem Besuch in Dschibrien am östlichen Stadtrand von
Aleppo. Die Helfer hatten bunte Luftballons verteilt, um den Raum für
die Kinder etwas fröhlicher zu gestalten. Als ein Ballon plötzlich
platzt, zucken alle Kinder ängstlich zusammen. Auch die Jungen, die
zwar noch nicht lesen, dafür aber schon verschiedene Arten von
Granaten auseinanderhalten können. Ein Mädchen fängt an laut zu
weinen.

Es sind nicht nur die Entbehrungen, die furchtbaren Erinnerungen an
Luftangriffe und getötete Angehörige, die den Menschen zusetzen. Auch
die Angst vor der Rache des Regimes ist allgegenwärtig. Ein Regime,
das mit Hilfe Russlands und des Iran nicht nur die
Schreckensherrschaft islamistischer Terrormilizen beendet, sondern
auch Rebellen jedweder Couleur mit Fassbomben, Chemiewaffen-Einsatz
und Hunger-Blockaden in die Knie gezwungen hat.

Schneider sagt, in Ost-Aleppo herrsche «eine beklemmende Atmosphäre».
Er habe bei seinem Besuch das Gefühl gehabt, «dass die Leute sehr
verängstigt sind». Über Politik habe niemand gesprochen. Sie, die
Ausländer, seien allerdings mehrfach von Großmüttern angesprochen
worden. Die Frauen hätten sie angefleht, bei den Behörden
nachzufragen, was aus ihren zum Teil schon vor
Jahren «verschwundenen» Söhnen geworden sei.

Dass in Deutschland jetzt darüber diskutiert wird, ob man syrische
Flüchtlinge nicht vielleicht schon bald in ihre Heimat zurückschicken
könne, findet Schneider nicht nachvollziehbar. Er sagt,
Granatenangriffe seien auch in den sogenannten befriedeten Gebieten
immer noch an der Tagesordnung. Die Gefahr, dass Kinder durch
Blindgänger und Minen getötet oder verletzt würden, sei hoch.
Millionen von Vertriebenen in Syrien seien auf humanitäre Hilfe
angewiesen. Er erzählt von einer Frau aus Aleppo, die für jeden ihrer
Enkel nur eine Garnitur Kleidung hat, und deshalb fragte, was sie
ihnen denn anziehen solle, wenn sie die Kleider wäscht.

Ein Indiz dafür, dass die Rückkehr für die meisten Flüchtlinge noch
keine Option ist, lässt sich nach Angaben von Unicef auch daran
ablesen, dass bisher nur sehr wenige Syrer aus den Nachbarländern in
ihre angestammten Wohngebiete zurückgekehrt sind. Selbst aus dem
Libanon, wo ein Großteil der Syrer unter erbärmlichen Umständen in
selbstgezimmerten Hütten unter Plastikplanen lebt, ohne
Schulunterricht und Zukunftsperspektiven, gibt es noch keine große
Rückkehrbewegung.

«Für viele Menschen ist gerade die Tatsache, dass Gebiete jetzt
wieder von den Regierungstruppen kontrolliert werden, ein Grund, der
ihre Rückkehr verhindert», erklärt Rechtsanwalt Patrick Kroker vom
European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Das
ECCHR unterstützt eine Strafanzeige von Syrern, die in Gefängnissen
gefoltert worden waren und jetzt vom Generalbundesanwalt als Zeugen
vernommen werden. Kroker sagt: «In allen Gebieten, in denen die
Regierung präsent ist, drohen systematische Folter, Inhaftierung und
die Tötung von Menschen, die als Oppositionelle wahrgenommen werden.
Es reicht teilweise auch schon aus, das Land verlassen zu haben oder
sich dem Wehrdienst entzogen zu haben.

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Zulassungsbeschränkungen für deutsche Hochschulen weiter rückläufig

Die Zulassungsbeschränkungen an den deutschen
Hochschulen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Aus
der neuesten Statistik der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) geht
hervor, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzte. Waren
ein Jahr zuvor noch 45,2 Prozent der über 10 000 Studienangebote
zulassungsbeschränkt, so waren es im laufenden Wintersemester
2017/2018 noch 44,2 Prozent, wie die Hochschulrektorenkonferenz am
Montag mitteilte.

In Hamburg ist der Anteil der Studiengänge, für die eine
Zulassungsbeschränkung gilt, erneut der höchste. Obwohl auch in der
Hansestadt der Prozentsatz von 75,2 im Vorjahr auf 73 Prozent im
aktuellen Wintersemester gesunken ist, handelt es sich bei der Quote
dennoch um die Höchste in Deutschland. Den niedrigsten Prozentsatz
hat zum wiederholten Mal Thüringen mit 13,6 Prozent.

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Tests an 200 Grundschulen – Studie zeigt Lesevermögen

Zuletzt hatten Deutschlands Grundschüler im weltweiten
Vergleich ihren Platz im oberen Leistungsdrittel knapp verteidigen
können. Das ergab 2012 die Internationale
Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU). Damals zeigte sich aber auch: Es
gibt einen deutlichen Anteil von Grundschülern, die so schlecht sind,
dass sie auf ihrem weiteren Schulweg erhebliche Probleme bekommen
dürften. Am Dienstag werden nun in Berlin neue IGLU-Ergebnisse
präsentiert.

Von vielen wird mit Spannung erwartet, wie sich Deutschlands
Grundschüler beim Lesen innerhalb der vergangenen Jahre entwickelt
haben – und wie sie im internationalen Vergleich dastehen. Untersucht
wurde eine repräsentative Stichprobe von rund 4000 Kindern der
vierten Jahrgangsstufe an 200 Grund- und Förderschulen.

Die dabei verwendeten Testaufgaben berücksichtigten unterschiedliche
Schwierigkeitsgrade beim Verstehen von Texten. Sowohl literarische
Texte wie etwa Kurzgeschichten als auch informierende Texte wie zum
Beispiel Lexikonartikel oder Faltblätter kamen zum Einsatz. Mit Hilfe
von Fragebögen wurde auch erfasst, wie gerne und wie häufig Kinder
lesen.

Zuletzt hatte eine andere Schulstudie für Schlagzeilen gesorgt, nach
der Deutschlands Viertklässler innerhalb der vergangenen fünf Jahre
in Mathematik, beim Zuhören und in Rechtschreibung zurückgefallen
sind. Beim Lesen – so die Erhebung IQB-Bildungstrend 2016 – blieben
die Grundschüler dagegen im vergangenen Jahr auf ähnlichem Niveau wie
2011. Jeder achte Viertklässler in Deutschland erreichte beim Lesen
demnach 2016 nicht einen bestimmten Mindeststandard.

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Neuer Bachelor für internationales Sport-Management

Die International School of Management (ISM)
bietet künftig einen eigenen Bachelor für angehende Sport-Manager.
Der Studiengang International Sports Management startet zum
Wintersemester 2018/2019 an den ISM-Standorten Dortmund, München,
Hamburg und Köln, teilt die private Fachhochschule mit. Inklusive
verpflichtender Praktika und einem Auslandsaufenthalt dauert er sechs
Semester. Die Kosten betragen 4980 Euro pro Semester in Köln und
Dortmund, in den anderen beiden Städten werden 5380 Euro fällig.

Teilnehmer lernen in dem Studiengang erstens die Grundlagen der BWL,
kombiniert mit Fachwissen aus Bereichen wie Sportökonomie und
Lizensierung. Dazu lassen sich eigene Schwerpunkte setzen, zum
Beispiel im Event-Management oder im Controlling.

7. Dezember 2017
von Emilia
Keine Kommentare

Chaos auf dem Schreibtisch fördert die Kreativität

Kreatives Chaos ist keine Ausrede –
Unordnung auf dem Schreibtisch kann dem Gehirn tatsächlich manchmal
auf die Sprünge helfen. Das gilt vor allem bei der Suche nach
ungewöhnlichen Problemlösungen, erklärt Professor Siegfried Preiser,
Rektor der Psychologischen Hochschule Berlin, in der Zeitschrift
«Forschung & Lehre» (Ausgabe 12/2017). Denn das Durcheinander setzt
oft unkonventionelle Gedankenketten und Verknüpfungen verschiedener
Gedanken in Gang – also genau den Prozess, der schließlich in
Kreativität mündet.

Ein blitzeblank aufgeräumter Schreibtisch ist dagegen die beste
Grundlage für Routineaufgaben – weil er Ablenkungen verhindert und
damit gezieltes Arbeiten ermöglicht. Außerdem können Berufstätige so
sicherstellen, dass sie keine Informationen verlieren und keine
Termine versäumen, anders als auf einem chaotischen Schreibtisch.

Manchmal lassen sich die Vorteile beider Welten aber auch verknüpfen.
Wer auf den Kreativitäts-Impuls nicht verzichten, aber gleichzeitig
nicht im Chaos arbeiten will, kann sein Gehirn auf anderen Wegen
stimulieren: So empfiehlt Preiser zum Beispiel, sich gezielt mit
schönen Bildern zu umgeben, mit Musik- oder Klangbegleitung zu
experimentieren oder sich gelegentlich gezielt ablenken zu lassen. Im
Idealfall aktiviert man so wieder verschiedene Gehirnareale und damit
neue Gedankenprozesse.

4. Dezember 2017
von Constantin
Keine Kommentare

Befristung für späteres Studium ist zulässig

Freiburg (dpa/tmn) – Nicht immer ist der Arbeitgeber dafür
verantwortlich, dass ein Arbeitsvertrag befristet wird. Eine
Befristung ist auch zulässig, wenn sie auf Wunsch des Angestellten
zustande kommt – zum Beispiel für ein späteres Studium. Allerdings
ist der Mitarbeiter dann auch daran gebunden und kann seinen Wunsch
später nicht ohne weiteres ändern. Dies ergibt sich aus einer
Entscheidung des Arbeitsgerichts Freiburg (Az.: 9 Ca 179/16), auf die
der Deutsche Anwaltverein (DAV) hinweist.

Klägerin in dem Fall war eine Frau, die mit ihrem Arbeitgeber ein
befristetes Arbeitsverhältnis vereinbart hatte. Grund dafür war, dass
sie nach Ende des Arbeitsvertrag studieren wollte. Später änderte sie
ihre Meinung und wollte nun ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Der
Arbeitgeber lehnte das ab, daraufhin zog die Frau vor Gericht – und
scheiterte.

Werde ein Arbeitsvertrag befristet, damit der Arbeitnehmer später ein
Studium aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen kann, sei die
Befristung im Interesse des Mitarbeiters, so das Gericht. Daher sei
eine solche Befristung auch wirksam und zulässig. Die Arbeitnehmerin
müsse sich daran halten und könne nicht dagegen vorgehen.

4. Dezember 2017
von Constantin
Keine Kommentare

Planer und Berater: Restaurantfachleute sind mehr als Kellner

Harte Arbeit zu unmöglichen Zeiten, dabei stets freundlich bleiben
und den Gast möglichst gut beraten: Ein Zuckerschlecken ist die
Arbeit von Restaurantfachleuten nicht. Abwechslung gibt es dafür
genug – und Karrieremöglichkeiten auch.

Berlin (dpa/tmn) – Der Gast soll sich wohlfühlen. Das ist das oberste
Ziel von Restaurantfachleuten. Dafür decken sie Tische, nehmen
Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke, erstellen
Rechnungen und kassieren schließlich ab. Darüber hinaus beraten sie
den Gast und beantworten seine Fragen – etwa, wie ein Gericht genau
zubereitet wird, welches Gericht auf der Speisekarte Magenkranke
essen können und welches Dessert für Allergiker geeignet ist. «Dafür
muss man die Fakten draufhaben», sagt Claudia Topfstedt. Die
19-Jährige hat ihre Ausbildung als Restaurantfachfrau bereits beendet
und arbeitet im Hotel Regent Berlin.

Topfstedt und ihre Kollegen haben aber auch jenseits des
Tagesgeschäfts genug zu tun. «Die Planung und Ausrichtung von
Veranstaltungen, Tagungen und Festlichkeiten ist ein weiterer
Schwerpunkt im Tätigkeitsfeld von Restaurantfachleuten», erklärt
Sandra Warden, Geschäftsführerin im Dehoga Bundesverband. So
organisieren sie zum Beispiel Hochzeiten, Geburtstagsfeste oder
Firmenjubiläen – von der Menüfolge bis zur Getränkeauswahl.

Ein bestimmter Schulabschluss ist dafür nicht vorgeschrieben. Die
meisten Azubis haben einen Realschulabschluss, aber auch Hauptschüler
können sich gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz ausrechnen: Der
Restaurantfachmann gehört – wie fast alle Jobs in der Gastronomie –
zu den Berufen, die besonders unter dem Fachkräfte- und
Auszubildendenmangel leiden.

«Wichtiger als Schulabschluss und Noten ist, dass die angehenden
Serviceprofis Spaß daran haben, mit und für Menschen zu arbeiten»,
sagt Warden. Gute Umgangsformen, freundliches Auftreten und eine
ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sind also Pflicht. Nörgelt ein
Gast, müssen Restaurantfachleute souverän darauf eingehen und spontan
reagieren. Und die Arbeitszeiten liegen meist am Abend und am
Wochenende – also dann, wenn andere ihre Freizeit genießen. «Dafür
hat man dann an anderen Tagen frei und kann zum Beispiel in Ruhe
einkaufen gehen, wenn nicht so viel los ist», sagt Topfstedt.

Weiter ist Flexibilität gefragt: So kann es passieren, dass zu
vorgerückter Stunde eine größere Gruppe Gäste eintrifft, die schnell
beköstigt werden wollen. Geschickt müssen Restaurantfachleute
ebenfalls sein, etwa wenn sie am Tisch einen Fisch zerlegen müssen.
Und die ständige Rennerei zwischen Küche, Buffet, Bar und den
Gästetischen, oft mit schweren Tabletts oder heißen Tellern, ist
körperlich alles andere als leicht. «Aber es ist auch außerordentlich
erfüllend, Gästen einen angenehmen Abend zu bereiten oder zum
Gelingen einer großen Veranstaltung beizutragen», erklärt Warden.

3000 junge Frauen und Männer haben laut Dehoga im Jahr 2016 in
Deutschland die Ausbildung für Restaurantfachleute begonnen. Der
Beruf ist weiblich geprägt: Rund zwei Drittel der insgesamt 6080
Azubis sind nach Angaben des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages (DIHK) Frauen. Ihre Ausbildung dauert drei Jahre,
aufgeteilt zwischen Betrieb und Berufsschule. Im Unterricht lernen
die Auszubildenden zum Beispiel Warenkunde, Marketing und
Restaurantorganisation. Und im Betrieb arbeiten sie im
Restaurant-Service, am Buffet und in der Bar.

«Die Schicht beginnt damit, dass das Team sich trifft und bespricht,
was ansteht», erzählt Topfstedt aus ihrem Alltag. Dann werden
Aufgaben verteilt: Es muss eingedeckt und dekoriert werden. Gläser
und Besteck werden poliert, Karaffen und Salzstreuer gereinigt und
aufgefüllt. Wenn die Gäste da sind und die Speisekarte studieren,
sprechen Restaurantfachleute Empfehlungen aus. Deshalb lernen die
Azubis zum Beispiel auch, wie Weinsorten schmecken und riechen und
welcher Wein gut wozu passt.

Die Ausbildungsvergütung ist von Bundesland zu Bundesland
unterschiedlich. Tarifgebundene Unternehmen zahlen laut Dehoga
zwischen 550 und 770 Euro im ersten Ausbildungsjahr, zwischen 610 und
875 Euro im zweiten und zwischen 680 und 1.000 Euro im dritten
Ausbildungsjahr. In nicht-tarifgebundenen Betrieben kann die
Vergütung niedriger sein.

Nach der Ausbildung haben Restaurantfachleute verschiedene
Einsatzmöglichkeiten, vom Sternerestaurant über Hotel und
Catering-Betrieb bis zum Kreuzfahrtschiff. Das tarifliche
Einstiegsgehalt als Fachkraft ist ebenfalls unterschiedlich und liegt
laut Dehoga zwischen 1545 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 2168
Euro in Hessen – und je nach Arbeitgeber auch höher oder niedriger.

Wer weiterkommen will, kann bis zum Abteilungsleiter oder etwa
Restaurantdirektor aufsteigen. «Das Beste ist, dass ich mit meiner
fundierten Ausbildung überall auf der Welt arbeiten kann», sagt
Topfstedt. Ihr Tipp an alle Interessierten: Unbedingt erst einmal
gucken, ob der Beruf einem wirklich gefällt – und zwar über ein
Praktikum.

4. Dezember 2017
von Constantin
Keine Kommentare

Von Arbeitszeit bis Abbruch: Das Wichtigste rund ums Praktikum

Mal freiwillig, mal als Pflichterfüllung: Mit Praktika sammeln
Studierende Berufserfahrung. Aber wie finden sie das richtige
Praktikum? Welche Rechte haben sie dabei? Und was, wenn sich die
erhoffte Schnupperei als Reinfall erweist?

Überlingen/Berlin (dpa/tmn) – Ob Geistes- oder Naturwissenschaften,
Jura oder Lehramt: Praktika sind in vielen Studiengängen Pflicht. Und
selbst ohne Zwang nutzen viele Studierende ihre vorlesungsfreie Zeit,
um den Arbeitsalltag kennenzulernen. Die wichtigsten Fragen und
Antworten dazu im Überblick:

Warum sind Praktika sinnvoll?

«Ein Praktikum dient vor allem dazu, praktische Arbeitserfahrungen zu
sammeln, die im eher theoretischen Studium nicht vermittelt werden»,
erklärt Birgit Adam. Sie ist Autorin des Ratgebers «Chance Praktikum»
der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Im besten Fall lernt man
in einem Praktikum den ganz normalen Arbeitsalltag kennen, sagt sie –
mit allen positiven und negativen Seiten. Praktika sind zudem eine
gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen: «Wer in einem Unternehmen
schon einmal einen guten Eindruck gemacht hat, hat später bei der
Stellensuche bereits einen Fuß in der Tür.»

Wo finde ich das richtige Praktikum?

Jutta Boenig empfiehlt dafür vor allem Messen. Denn dort können
Interessenten direkt mit einem Unternehmen in Kontakt kommen, erklärt
die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für
Karriereberatung (DGfK). Alternativ wenden sie sich ans Career Center
ihrer Hochschule. Gerade für Geisteswissenschaftler lohnt sich auch
ein Blick in die Newsletter von Unternehmen, auch Plattformen wie
Xing und Linkedin können weiterhelfen. Generell gelte: «Praktika
kommen nicht von alleine.»

Worauf kommt es in der Bewerbung und beim Vorstellungsgespräch an?

«Ganz klar: Man muss über die Firma Bescheid wissen, bei der man sich
bewirbt», sagt Boenig. Bewerber sollten in ihren Unterlagen und dem
Gespräch außerdem ihre Persönlichkeit und ihre Motivation zeigen
sowie möglichst den Mehrwert, den sie für das Unternehmen mitbringen.
«Ein Geisteswissenschaftler möchte vielleicht das theoretische Wissen
aus dem Studium mit der Praxis verknüpfen. Dazu kann er das
Unternehmen mit dem Denken der jungen Generation bereichern.»

Bekomme ich Geld für ein Praktikum?

Generell gilt der Mindestlohn von 8,84 Euro auch für Praktikanten. Es
gibt aber Ausnahmen: Handelt es sich etwa um ein Pflichtpraktikum im
Rahmen des Studiums, müssen Unternehmen keinen Mindestlohn zahlen.
Was für ihr Praktikum gilt, können Studierende mit einem Online-Test
des Bundesarbeitsministeriums herausfinden. Achtung: Geld für ein
Praktikum zählt als Einkommen, etwa beim Bafög. Um Rückzahlungen im
Nachhinein zu vermeiden, rät der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB),
das zuständige Amt im Voraus über die Einnahmen zu informieren.

Welche Rechte habe ich?

Für Praktikanten gilt wie für andere Arbeitnehmer auch das
Arbeitszeitgesetz: Pro Tag dürfen sie demnach höchstens acht, in
Ausnahmefällen auch bis zu zehn Stunden arbeiten, dazu kommt ein
grundsätzliches Recht auf Pausen. Und wie andere Arbeitnehmer haben
Praktikanten ebenfalls das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis.

Bin ich während meines Praktikums versichert?

Wie und in welcher Form man im Praktikum sozialversicherungspflichtig
wird, hängt nicht nur vom Verdienst ab. Auch hier macht es einen
Unterschied, ob das Praktikum Pflicht oder freiwillig ist, erklärt
Adam. Es lohnt sich also, vorher beim Arbeitgeber nachzufragen. Immer
Pflicht ist dagegen die Krankenversicherung. «Hier empfiehlt es sich,
die Versicherungslage vor Beginn eines Praktikums mit der jeweiligen
Krankenkasse durchzusprechen», rät Adam deshalb.

Was muss ich bei einem Auslandspraktikum beachten?

Vor allem muss man mit der Planung rechtzeitig beginnen, sagt Adam.
«Mindestens ein Jahr Vorlaufzeit sollte man hier einkalkulieren.» In
Ländern, die nicht zur EU gehören, sind zum Beispiel
Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis Pflicht – das muss erst
organisiert werden. «Auf keinen Fall sollte man mit einem
Touristenvisum zum Beispiel in die USA einreisen und dann dort auf
eigene Faust einen Praktikumsplatz suchen. Das ist streng verboten
und kann zu einer sofortigen Ausweisung und einem späteren
Einreiseverbot führen», warnt die Expertin.

Wie viele Praktika sind überhaupt sinnvoll?

Pauschal könne man diese Frage nicht beantworten, sagt Boenig.
«Wichtig ist, sich nicht zu verzetteln.» Am Anfang seien Praktika
gut, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren, später sollte ein
roter Faden im Lebenslauf erkennbar sein. Das kann dann auch
bedeuten, nicht mehr jedes Praktikum mitzunehmen. «Nach jedem
Praktikum sollte man reflektieren: Was habe ich gelernt? Was ist der
nächste Schritt?»

Was muss ich zum Start ins Praktikum beachten?

«Am ersten Tag gilt: gucken, gucken, gucken», sagt Boenig.
«Besserwisser kommen in keinem Betrieb gut an. Deshalb sollte man
sich mit Sätzen wie «Das habe ich in der Uni ganz anders gelernt»
zurückhalten.» Fragen seien dagegen schon erwünscht. Und auch ein
Ein- oder Ausstand komme bei den Kollegen meist gut an.

Was, wenn es gar nicht läuft – abbrechen?

«Durchhaltevermögen ist im Praktikum schon gefragt», sagt Boenig.
«Man sollte sich auf den Betrieb einlassen und kann immer etwas
lernen.» Trotzdem kann es vorkommen, dass ein Praktikum überhaupt
nichts ist und man abbrechen möchte. Vorsicht: Während freiwillige
Praktika auch bei der Kündigung wie normale Arbeitsverhältnisse
behandelt werden, sind Studenten im Pflichtpraktikum zusätzlich an
die Studienordnung gebunden. Deshalb sollten sie sich laut DGB bei
einem Abbruch mit ihrem Studierendensekretariat in Verbindung setzen.

4. Dezember 2017
von Constantin
Keine Kommentare

Ohne uns läuft nichts: Arbeiten bei den Wasserwerken

Den Hahn auf, den Hebel hoch, und schon fließt Wasser aus der
Leitung. Kaum einer denkt über diesen Handgriff nach – sauberes
Trinkwasser ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Doch
dahinter steckt eine Menge Arbeit von vielen verschiedenen Profis.

Berlin (dpa/tmn) – Rund eine Badewanne voller Wasser verbraucht jeder
Bundesbürger im Schnitt pro Tag. 123 Liter waren es 2015, sagt Daniel
Wosnitzka, Pressesprecher des Deutschen Vereins des Gas- und
Wasserfaches (DVGW). Damit dieses ganze Wasser in einwandfreier
Qualität aus der Leitung fließt, sind die Mitarbeiter von
Wasserwerken und Wasserversorgern Tag und Nacht im Einsatz –
überwiegend in technischen, aber auch in kaufmännischen Berufen. Das
Spektrum der Jobs reicht von klassischen Lehrberufen bis zu
Studiengängen.

Das Rückgrat der Belegschaft bilden meistens die Fachkräfte für
Wasserversorgungstechnik: Beim Zweckverband Landeswasserversorgung in
Stuttgart (LW) stellen sie mit einem knappen Drittel zum Beispiel
einen Großteil der Beschäftigten. «Es ist ein sehr vielfältiger
Beruf», sagt Unternehmenssprecher Bernhard Röhrle. Unter anderem sind
die Fachkräfte dafür zuständig, dass immer hygienisch einwandfreies
Wasser in den Leitungsrohren ankommt. Sie bedienen, überwachen und
warten die Anlagen, die Wasser fördern, aufbereiten oder verteilen.

Mitunter sitzen sie auch in der Zentrale am Computer, der das
Wasserversorgungssystem steuert. «Wenn beispielsweise nach einem
spannenden Fußballspiel alle Menschen auf die Toilette springen,
müssen sie schauen, dass der Betrieb weiterläuft und genügend Wasser
nachfließt», erläutert Röhrle.

Die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik ist ein klassischer
Ausbildungsberuf. Bei den meisten Wasserwerken gibt es aber noch
andere Azubis – darunter der Bauzeichner, der Chemielaborant, der
Elektroniker für Betriebstechnik oder der Kaufmann für
Büromanagement. Auch Hochschulabsolventen arbeiten in den Betrieben –
vor allem Bauingenieure, aber auch IT-Betreuer, Elektro- und
Vermessungsingenieure.

Jenseits des Fachwissens sind dort vor allem die berühmten Soft
Skills gefragt. «Man sollte im Team arbeiten können», sagt Dana
Buchholz, Leiterin des Bereichs Personalmanagement bei den Berliner
Wasserbetrieben. «Man muss für das Unternehmen brennen – unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle stolz darauf, für die
Wasserbetriebe arbeiten zu dürfen.» Mit fast 4500 Beschäftigten sind
die Berliner Betriebe das größte städtische
Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland.

Für sauberes und gesundes Trinkwasser zu sorgen, ist eine große
Verantwortung. Hohe Motivation und Zuverlässigkeit sind deshalb in
allen Tätigkeitsbereichen Voraussetzung. Aber auch fundierte
Fachkenntnisse werden immer wichtiger – auch in scheinbaren Nischen.
«Die Struktur in der Wasserversorgung verändert sich seit den letzten
Jahren deutlich, weil die Anforderungen immer komplexer werden»,
erklärt Röhrle. «Bei den heutigen Anforderungen an Wasserqualität und
Aufbereitung müssen sich die Leute mehr und mehr spezialisieren.»

Das bestätigt auch Dana Buchholz: «Die Aufgabengebiete sind viel
komplexer und umfangreicher geworden. Vorrangig haben sich die
Bereiche Technologie und Innovation herausgebildet, dazu gehören
Automatisierung, Digitalisierung und Steuerungstechnik.»

Ole Braukmann, Pressesprecher bei Hamburg Wasser, sieht in der
Digitalisierung eine große Herausforderung. «Wir können noch gar
nicht so recht vorhersagen, wo das in unserem Arbeitsumfeld überall
eine Rolle spielen wird», sagt er. «Aber klar ist: Alles, was
digitalisiert werden kann, wird irgendwann digitalisiert.» Bisher
haben zum Beispiel vier Mitarbeiter in einem Betrieb überprüft, ob
die Gullis verstopft sind. Das übernehmen in Zukunft vielleicht
internetfähige Sensoren. «Dann bräuchten wir einen weniger zum
Reinigen, dafür aber einen mehr, der den digitalen Prozess steuert.»

Bei Hamburg Wasser wird sich laut Braukmann im Jahr 2030 die Hälfte
der jetzigen Belegschaft im Ruhestand befinden. Kein Einzelfall: Auch
andere Wasserversorger müssen kräftig nachbesetzen. «Der Wettbewerb
um talentierte junge Mitarbeiter wird sich zukünftig auch für die
Unternehmen der Wasserwirtschaft verschärfen», prognostiziert
DVGW-Sprecher Wosnitzka. Bei den Berliner Wasserbetrieben gebe es
zwar noch keinen Bewerbermangel, sagt Buchholz. Dennoch rücke auch
hier das Problem des Fachkräftemangels näher.

Eine Herausforderung dabei: Viele Arbeitgeber in der freien
Wirtschaft zahlen besser als öffentliche Wasserversorger. Dafür
punkten die Betriebe mit weichen Faktoren, sagt Ole Braukmann. «Wer
dort arbeitet, tut etwas Gutes für seinen Heimatort, diese lokale
Verankerung ist vielen Mitarbeitern sehr wichtig.»