Unicef zieht gemischte Bilanz bei Millenniumszielen
Geschrieben von schueler am 7. September 2010 | Abgelegt unter Allgemein
Köln (dpa) - Millionen Kinder müssen sterben, weil sich die
internationale Entwicklungshilfe nicht auf die am stärksten
benachteiligten Familien konzentriert. Das ist das Ergebnis eines
neuen Unicef-Berichts mit dem Titel «Fortschritt für Kinder». Zehn
Jahre nach Verabschiedung der Millenniumsziele zog Unicef damit am
Dienstag eine gemischte Bilanz. Die Millenniumsziele sehen eine
Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 vor.
Auf der einen Seite sieht Unicef Erfolge: Heute haben mehr Kinder
Zugang zu sauberem Wasser, Schulbildung oder Impfschutz. Andererseits
konstatiert das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen: «Doch diese
Fortschritte sind sehr ungleich verteilt und erreichen viele Kinder
nicht, die sie am dringendsten benötigen.»
Demnach sterben jeden Tag etwa 24 000 Kinder an vermeidbaren oder
behandelbaren Krankheiten. Im südlichen Afrika und in Südasien sind
Untergewicht und chronische Unterernährung bei den ärmsten Kindern
weit verbreitet. Vor allem Kinder auf dem Land sind gefährdet.
Mädchen wiederum sind beim Schulbesuch stark benachteiligt.
Keine Kommentare »