Jobbörse Buchmesse: Fachleute für neue Medien sind gefragt Gespräch: Tobias Schormann, dpa

Geschrieben von schueler am 7. September 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Auf der Frankfurter Buchmesse (6. bis
10. Oktober) gibt es nicht nur viel zu lesen - sie ist für angehende
Verlagsleute auch eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen. Das
gilt in diesem Jahr besonders für Fachleute, die sich mit den neuen
Medien auskennen. Denn diese stehen in den Messehallen immer mehr im
Mittelpunkt. Gelegenheiten zum Netzwerken böten sich daher nicht nur
für Bewerber, die etwa Lektor in einem Buchverlag werden wollen,
erläuterte Messe-Sprecherin Nina Klein in Frankfurt im Gespräch mit
dem dpa-Themendienst. Auch Fachkräfte mit «technologischem Know-how»
könnten potenzielle Arbeitgeber treffen.

Die Digitalisierung in der Buchbranche sei in diesem Jahr ein
Schwerpunkt der Messe, sagte Klein. Das eröffne zum einen
Schulabgängern die Chance, sich am Wochenende über Berufe jenseits
des klassischen Buchgewerbes zu informieren. Zum anderen fänden
Medienmacher aus diesen Bereichen während der Fachbesuchertage (6.
bis 8. Oktober) eine Plattform, um mit Personalern ins Gespräch zu
kommen. So soll die Initiative «Frankfurt Sparks» Leute aus der
Verlagswelt, Technologiebranche und Internetkultur zusammenbringen.

Das richte sich etwa an Programmierer für mobile Anwendungen auf
dem Smartphone, sagte Klein. Oder an Entwickler, die sich mit
Web-2.0-Anwendungen wie Blogs auskennen. Und an Fachleute für
multimedial aufbereitete E-Books. «So etwas ist hier noch am Anfang.
Aber man sieht ja in Ländern wie den USA, wie schnell der Wandel
gehen kann.»

Einen festgelegten Stand als Anlaufstelle für Bewerber und
Personaler gibt es auf der Messe nicht. Stattdessen seien die
passenden Veranstaltungen über die Hallen verstreut. «Ein guter Ort
fürs Netzwerken ist die Konferenz ‘StoryDrive’», sagte Klein. Dabei
reden Teilnehmer vom 6. bis 7. Oktober über das Thema «Crossmedia»,
also das Verschmelzen verschiedener Medienarten. Das Zentrum Bild in
Halle 4.1. eigne sich dagegen als Kontaktbörse für
Nachwuchsfotografen und -illustratoren.

Einfach mit der Bewerbungsmappe zum Stand eines Verlags zu gehen,
bringt aber nicht unbedingt etwas. Am besten sollten Bewerber vorher
Termine ausmachen, rät Klein. Gerade in den traditionellen
Buchverlagen seien diese aber schwer zu bekommen. «Die sind oft
schon drei Monate vorher dicht.» Bei Ausstellern aus den neueren
Bereichen der Messe sei es eventuell leichter, noch ein Gespräch zu
vereinbaren. Die Ansprechpartner können Besucher im Netzwerk-Tool
«Who’s who» auf der Seite www.buchmesse.de recherchieren.

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