Viele Jugendliche drängen in die gleichen Berufe

Geschrieben von schueler am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Bonn  - Bei der Berufswahl sind Jugendliche oft wenig
flexibel: Viele streben dieselben Lehrberufe wie ihre Altersgenossen
an. Im vergangenen Ausbildungsjahr haben sich drei Viertel aller
neuen Lehrlinge auf nur 44 Berufe verteilt. Das hat das
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn ermittelt. Es hat die
neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Zeit vom 1. Oktober
2008 bis 30. September 2009 ausgewertet. Insgesamt stehen in
Deutschland derzeit 349 duale Ausbildungsberufe zur Auswahl.

Besonders junge Frauen beschränken sich auf wenige Berufe: Bei
ihnen entfällt ein Viertel der neuen Ausbildungsverträge auf nur 4
Berufe. Betrachtet man drei Viertel der Abschlüsse, sind es lediglich
23 Berufe. Ganz oben in der Gunst der weiblichen Azubis steht die
Kauffrau im Einzelhandel (17 733 Neuabschlüsse). Dahinter folgen die
Verkäuferin (16 989), die Bürokauffrau (15 345), die Medizinische
Fachangestellte (14 121) und die Friseurin (13 775). In technischen
Berufen sind junge Frauen dagegen weiter eine Minderheit. Nur ein
eher technisch ausgerichteter Beruf schafft es in die «Top 25»-Liste:
Die Mediengestalterin liegt mit 2108 Abschlüssen auf dem 21. Platz.

Junge Männer zeigen sich bei der Wahl der Ausbildung nach Angaben
des BIBB kaum flexibler: Bei ihnen verteilen sich ein Viertel aller
Abschlüsse auf 7 Berufe und drei Viertel auf 42 Berufe. Sie wählen
überwiegend handwerkliche Ausbildungen: Rund zwei Drittel aller neuen
Lehrlinge streben sogenannte Fertigungsberufe an. Spitzenreiter ist
der Kfz-Mechatroniker (17 597 Abschlüsse). Dahinter kommen der
Einzelhandelskaufmann (13 524) und der Industriemechaniker (13 136).
Es folgen der Koch (11 724) und der Elektroniker (10 406).

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