Schlechten Noten für Bildung im Kindergarten

Geschrieben von schueler am 4. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

   Gütersloh (dpa) - Die frühkindliche Bildung in deutschen
Kindergärten leidet einer Studie zufolge erheblich an der schwachen
Personalausstattung. Kein Bundesland erreiche den von der Stiftung
empfohlenen Personalschlüssel von rechnerisch einem Betreuer für 7,5
Kinder, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie der
Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Die Studie beruht auf einer Sonderauswertung des Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme für
die Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt.

In Ostdeutschland ist die Betreuungsrelation deutlich ungünstiger
als im Westen. Die Mehrheit der Kinder (62,5 Prozent) in einer
Kindergartengruppe wird mit einem Personalschlüssel von
durchschnittlich 1 zu 12,4 betreut. Demgegenüber haben fast 59
Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Westdeutschland einen
Personalschlüssel von durchschnittlich 1 zu 9,2. «Der
Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die
Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen», sagte
Vorstandsmitglied Jörg Dräger.

An der Spitze steht Bremen. Hier kommen auf eine Erzieherin
rechnerisch acht Kinder. Nordrhein-Westfalen liegt mit einem
Betreuungsschlüssel von 1 zu 9,1 im Mittelfeld. Das Schlusslicht ist
Mecklenburg-Vorpommern mit 1 zu 13,4. «Nur wenn genügend
Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich
individuell gefördert werden», betonte Dräger. «Die fehlenden
Personalressourcen in den Kitas müssen dringend ausgebaut werden,
wenn Kinder gebildet und nicht nur beaufsichtigt werden sollen.»

Grundlage der Auswertungen sind Daten der statistischen Ämter des
Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des
Jahres 2008.

(Internet: www.bertelsmann-stiftung.de)

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