Organisation: Deutsche Familie erhält Asyl in den USA
Geschrieben von schueler am 28. Januar 2010 | Abgelegt unter Allgemein
Hamburg (dpa) - Aus religiösen Gründen wollte die strenggläubige
Familie Romeike ihre Kinder nicht in eine deutsche Schule schicken,
sondern zu Hause unterrichten. Doch das wurde ihr in Deutschland
untersagt. Daraufhin beantragte die Familie aus Baden-Württemberg in
den USA politisches Asyl, das ihr nach Angaben der amerikanischen
«Home School Legal Defense Association» (HSLDA) nun gewährt wurde.
Die Organisation berichtete auf ihrer Homepage von der Entscheidung,
die der Richter Lawrence Burman nach einer Anhörung in Memphis
(Tennessee) gefällt habe. Im Jahr 2008 waren die Eltern und fünf
Kinder in die USA gegangen, die Romeikes leben in Morristown
(Tennessee).
Die HSLDA zitierte den Juristen auf ihrer Internetseite mit den
Worten: «Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind
eine besondere soziale Gruppe, die die deutsche Regierung zu
unterdrücken versucht. Diese Familie hat eine gut begründete Furcht
vor Verfolgung. (…) Deswegen steht ihr Asyl zu, und das Gericht
wird ihr Asyl gewähren.»
Uwe Romeike hatte seine drei ältesten Kinder im September 2006 aus
der Grundschule genommen und war dabei auf staatlichen Widerstand
gestoßen. In früheren Berichten hatte der Familienvater gesagt, er
wolle seinen Kindern das «unchristliche Treiben» an deutschen Schulen
nicht mehr zumuten. Die Familie stammt aus Bissingen an der Teck in
der Nähe von Stuttgart.
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